Donnerstag, 11. Juni 2026

Tücher über Tücher - Teil 2

Und schon geht es weiter mit den Tüchern. Da ich gerade eh nicht ganz so viel Neues erstellen kann, bin ich ganz froh, dass ich noch eines vom letzten Jahr zeigen kann, die beiden anderen sind frisch vom März und Mai.
Mein Arm ist der Meinung, dass ich zuviel stricke und hat sich eine kleine Sehnenentzündung zugelegt, die mich nun schon seit über drei Wochen plagt. Man könnte ihn statt Tennisarm auch Strickarm nennen oder, in meinem speziellen Fall, Wabenmusterarm. Bei diesem Muster habe ich die Strickarbeit offensichtlich bei den zu verkreuzenden Maschen so krampfhaft gehalten, dass der Arm danach laut mit Schmerz protestierte. Oder es waren die hunderte verkürzten Reihen, die ich in den letzten Monaten gestrickt habe. Das ständige Wenden geht mir tatsächlich auch auf Gelenke und Muskeln. Naja, soll auch wohl wieder besser werden. Die Wabenmuster habe ich durch ein anderes ersetzt, was bei dem Mustermix des aktuellen Tuchs nicht auffallen wird.

Stricken geht zwar, aber nur, wenn ich die Strickarbeit links locker halte und kaum bewege, was schwierig ist, und nicht allzulange stricke. 

Daher werde ich mich demnächst wohl mehr dem Häkeln widmen und schauen, ob das besser klappt.

Jetzt aber zu den Tüchern. Da wäre der Glowhair Frost Shawl ...


... vom Hiberknitting 2024 ...


... mit viel Verspätung angefangen und relativ schnell beendet ...


... weil es so einen Spaß gemacht hat.


Es ist groß, schön warm und kuschelig ...


... wie ich es sehr gerne mag.




Vom Hiberknitting 2025 kommt dieser wunderschön Icelandscape Shawl.


Hier hat mich sofort diese Farbkombi angesprochen.


Ich kaufe ja gerne fertige Kids, weil ich sonst immer zu den gleichen Farbkombis tendiere.


Und diese eher düster anmutende 70er Jahre-Kombi sprang ganz von alleine in den Warenkorb.


Mit sehr sehr vielen verkürzten Reihen, die sicherlich das Fundament für mein Armproblem gelegt haben.



Verkürzte Reihen sind ja immer mal dabei, aber ich merke doch sehr ... ich bin kein Fan dieser Stricktechnik, auch wenn sie wunderschöne Muster zaubert.


Daher haben Ziti und ich beschlossen, wenn es möglich ist, verzichten wir in Zukunft darauf.



Zum Schluss mein letztes Tuch. Erst vor drei Wochen von den Nadeln gehüpft.
Der Mohair Mobile Shawl.


Mal ganz andere Farben. 


Schön rot.


Schön warm.


Leider ist mir dieses Tuch nicht ganz so gut gelungen, was man beim Tragen aber nicht sieht.



Man beginnt in der Mitte mit einer langen I-Cord Kordel (locker), dann mit den kleinen Wimpeln, man umfasst diese mit einem lockeren I-Cord, der bei mir auch meiner Meinung nach immer locker war, dann strickt man die eine Seite ein Stück, dann die andere Seite bis hin zu dem Zopfmuster. Dann kommen eigentlich so viel kleine bunte "Zipfel", die man an der linken Seite mit einem Zopfmuster quer an das Wellenmuster strickt. 

Habe ich auch erst so gemacht. Kurze Reihen, ständig wenden, zählen, wenden, Zopfmuster. Das hat mir keinen Spaß gemacht, ich hatte schon drei oder vier Zipfel fertig, zwischendurch lag das Tuch immer wieder tagelang unangetastet in der Tasche. Schließlich nahm ich mir vor, jeden Tag einen Zipfel zu stricken von insgesamt 28. 

Beim Fünften rutschten mir dann gerade an der Stelle, wo das Zopfmuster angestrickt wird, einige Maschen von den Nadeln und zogen sich auch gleich mehrere Reihen auf.
Ich habe kurz versucht, es zu retten, was mir nicht gelang, dann aber nicht lange überlegt ... alles wieder aufgemacht und gedacht, dann eben nicht und anschließend einfach das Wellenmuster weitergestrickt. Ruckzuck war das Tuch dann auch fertig.

Beim Spannen ergab sich dann allerdings das Problem, dass der I-Cord in der Mitte doch zu stramm war und ich das Tuch nicht vernünftig glatt spannen konnte, so dass die lange Seite auch eine gerade Linie ergab. Puhh ... ich kann mich nicht erinnern, dass mich ein Tuch schon mal so geärgert hat und dann auch noch eine Konstruktion von Stephen West. Durch das hinderliche Spannen konnte ich es leider nicht so auf die Breite bringen, wie ich es gerne hätte. Auch wenn es groß aussieht, lässt es sich kaum um den Hals schlagen, so dass man beide Enden vorne hat. ABER, die Farben sind so toll, das Muster ist schön und irgendwo ist es auch tragbar. Es war ein Mystery. Vielleicht warte ich das nächste Mal doch lieber ab. Man hätte dagegen wirken können, hätte man die I-Cord Falle vorher gekannt. Denn wenn man mal auf Ravelry guckt, haben viele diese seltsame Form beim Spannen gehabt. Ganz viele aber auch eine schöne gerade Kante.

Damit schließe ich das Tücherkapitel vorerst. Es sind noch ein paar angefangen, aber wie ich oben schon erwähnte, ich habe gerade mehr Lust, zu häkeln. Was auch gut ist, da ich im Frühjahr ein Großprojekt unterbrach, weil ich aufs Häkeln keine Lust mehr hatte. Das ist bei mir wohl so ein Kreislauf :).

Liebe Grüße
Sandra


Mittwoch, 10. Juni 2026

Tücher über Tücher - Teil 1

Heute gibt es den ersten Schwung Tücher, die in letzter Zeit so fertig geworden sind. Die Reihenfolge bekomme ich nicht mehr so richtig hin. Daher so, wie es mir in den Sinn kommt.


Den Anfang macht der Fiber Fest Shawl.


Ein Design von Stephen West, na klar.


Das Tuch ist asymetrisch und schön breit.




Der Rib Vault Shawl war der erste vom YAL 2024 von Westknits.


Das ist eher ein kleineres Tuch, daher habe ich es bislang kaum getragen, obwohl es so hübsch ist.


Ich mag dann doch lieber die Tücher, in denen man sich einkuscheln und zumindest einmal komplett um den Hals schlingen kann.





Und hier mal für meine Verhältnisse ein ganz anderer Schal, weil er ungewohnt schlicht ist. 


Das Muttertagstuch von 2025 von Maschenfein.


Da musste ich mich ein wenig durchquälen, da es kein Ende nehmen wollte und nur glatt rechts gestrickt wurde.


Hinterher wurden dann markierte Maschen wieder aufgetrennt und die Spannfäden verhäkelt. Dadurch entstanden diese schönen aufliegenden großen Häkelmaschen. 

Mir gefällt er sehr gut, ist kuschelweich und schön warm. Trotzdem habe ich ihn erst einmal getragen. Ich neige immer noch lieber zu bunt.



Zu guter Letzt kommt dann noch der Sampler von Barker Wool, für den ich mir eigens Wolle habe färben lassen.


So sehr mir hier der Anfang auch Spaß gemacht hat, war es schwierig, ihn zu beenden, da er dann doch ein wenig langweilig zu stricken war.


Ich weiß gar nicht wirklich warum, denn jedes Mal, wenn der türkise Teil des Garnes kam, war es ja etwas anderes als glatt rechts.


Aber ich bin froh, dass ich mich durchgekämpft habe ...


... denn ich liebe dieses Tuch. Es ist nicht sehr groß und relativ schlicht in der Farbigkeit. Das macht es zu vielem gut tragbar. Und ist garantiert nicht zu warm. 


Am besten gefällt mir hier das simulierte "Stickmuster", vielleicht mache ich mir davon doch noch mal einen Pulli.

Drei Tücher habe ich dann noch, die ich zeigen möchte und ein paar Kleinigkeiten. Davon aber im nächsten Post.

Liebe Grüße
Sandra

Donnerstag, 28. Mai 2026

Christmas Box

Es gibt noch einiges zu zeigen, was in letzter längerer Zeit fertig geworden ist. Ich erstelle nicht für alles einen eigenen Post. Manche Sachen werde ich zusammenfassen.

Es ist gerade heiß draussen, also beginne ich mit der Christmas Box, die nach so einigen Jahren zu Weihnachten 2024 endlich fertig wurde. Vielleicht kühlt der Anblick des Weihnachtsmotiv etwas :).
Sie ist auch tatsächlich das einzige genähte Projekt aus den letzten 2 Jahren.



Es ist eine Christmas Box von Lynette Anderson.


Sie ist komplett handgenäht und handgequiltet.



Erst kam das Stickbild auf dem Deckel ...



... dann der Körper ...



... dann der Boden ....


... und schließlich der Innendeckel, der mit Vlies und Pappe verstärkt wurde.


Das Zusammennähen war schon recht kniffelig, aber am Ende war es geschafft.


Ich nutze es nun immer, wenn ich zu Weihnachten Kleinigkeiten häkel oder stricke.


Mir gefällt sie sehr.



Und obwohl die Box die Lust geweckt hat, wieder mehr von Lynette zu machen, habe ich noch nichts wieder begonnen. Dabei habe ich noch ein paar angefangene Projekte in der Pipeline. 



Aber irgendwann ist es bestimmt so weit.



Liebe Grüße
Sandra

Montag, 25. Mai 2026

Ich wollt, ich wär' ein Huhn ...

Kennt ihr das Emotional Support Chicken? An mir ist dieser Trend völlig vorbeigegangen und als ich es die Tage mal auf Instagram entdeckte, musste ich es einfach stricken.




Das ist Trudi!




Und sie wird nicht alleine bleiben. Es hat wirklich viel Spaß gemacht, sie zu stricken. Sie ist aus Resten der Scheepjeswolle Stone Washed entstanden, die ich noch von den Decken hatte. 




Eigentlich bekommt sie Sicherheitsaugen. Ich habe auch eine Packung, die ich aber nicht mehr gefunden habe. Da ich nicht neue kaufen wollte, um sie auch wieder zu verlegen, habe ich Augen gehäkelt. Die passen vielleicht sogar noch besser, weil so gar kein Plastik am Huhn ist. 
Statt es zusammen zu nähen, habe ich es zusammengehäkelt, denn ich wollte gerne so eine robust aussehende Naht haben, die gut zu der Wolle passt.

Das mit dem Blog wiederbeleben vor knapp zwei Jahren hat nicht lange gehalten bei mir. Aber ich möchte einen neuen Versuch starten. In der Zeit sind so einige Tücher fertig geworden, ein neue Decke habe ich angefangen, die pausiert aber gerade. Allerdings rückt sie wieder näher, weil Häkeln bei warmen Temperaturen oft angenehmer ist.

Ich lass mich selber überraschen, ob der Wiederbelebungsversuch dieses Mal erfolgreicher ist.

Liebe Grüße
Sandra

Samstag, 10. August 2024

Angefangenes und Gezeichnetes

Momentan zeichne ich mehr, weil es mir gerade selbst zum Häkeln zu warm ist. Aber ein bisschen was Angefangenes möchte ich schon mal zeigen. Wenn ich das hier alles so gesammelt sehe, fällt mir auf, dass ich gerade wohl unbeabsichtigt in einem Farbschema gefangen bin ;).




Vor einiger Zeit sah ich auf Instagram ein Tuch von Barker Wool, Assigned Pooling, gestrickt mit Wolle von Madelinetosh. Das hat mir auf Anhieb so gut gefallen, dass ich dieses Tuch unbedingt stricken wollte. Die Technik Assigned Pooling hatte ich schon mehrfach bewundert, aber dieses eine Tuch "Sampler" hatte es mir angetan. Also ging ich auf die Suche nach speziell für diese Technik gefärbte Wolle. Die Farben gefielen mir alle nicht, meine Wunschfarbe (das Original hatte es mir richtig angetan) gab es tatsächlich nur bei Madelinetosh und in Amerika. Alle Händler in Deutschland, die diese Marke anboten, hatten diesen einen Farbton natürlich nicht und aus Amerika wollte ich nicht bestellen. 



So habe ich überlegt, wer Auftragsfärbungen annimmt und da fiel mir die liebe Bettina von kreatinabluhm ein. Mit ihr hatte ich vor einigen Jahren schon mal sehr netten Kontakt gehabt und wunderschöne Wolle von ihr gekauft. Ich habe sie angeschrieben, gefragt, sie hatte Zeit und noch Material und sehr viel Lust, die Färbung umzusetzen. Und das Ergebnis ist so wunderwunderschön geworden!



Ich bin noch nicht allzu weit vorangekommen, denn es wurde warm und es ließ sich nicht gut stricken, also das Tuch schon, aber mit der Wärme nicht. 



Und so habe ich ein Häkeltuch begonnen. Den Bobbel habe ich geschenkt bekommen und ich wollte die Farbe unbedingt ausprobieren. Ich finde ja auch, bei Wärme lässt sich Garn mit Baumwollanteil generell besser handhaben als Merinowolle. 



Man kann es einfach so groß häkeln bis die Wolle aufgebraucht ist. Das finde ich gut.



Dieses Häkelprojekt wird eine Decke. Eine Erinnerung an meine liebe "Schwiegermutter", die diese Wolle leider nicht mehr selber verstricken konnte. Sie liebte das Meer und die Nordsee und deshalb häkel ich diese Decke in einem Wellenmuster.


Zum Abschluss noch meine zwei neuesten Zeichenübungen.


Hundeauge


Katzenauge

Gerade versuche ich mich noch an einem Fuchsauge und dann wird mal wieder ein anderes Körperteil fällig ;).

Liebe Grüße
Sandra